Stellungsnahme der Solidaritätsversammlung für die syrischen Flüchtlinge zu den untragbaren Aussagen von Adonis Georgiadis, Angelos Syrigos und der Athener Polizeidirektion

Stellungnahme der Solidaritätsversammlung für die syrischen Flüchtlinge zu den untragbaren Aussagen von Adonis Georgiadis, Angelos Syrigos und der Athener Polizeidirektion

Di, 02/12/2014 – 16:45

Statt billiger Kommunikationstricks soll die Regierung Lösungen bieten!

Die syrischen Kriegsflüchtlinge befinden sich seit 13 Tagen auf Syntagma Platz und riskieren ihre Leben durch ihren Hungerstreik um das Selbstverständliche zur fordern:

: Der griechische Staat soll sich an dem unterzeichneten Genfer Abkommen halten. Es muss für Unterkunft und Ernährung gesorgt werden. Ihnen muss der Kriegsflüchtlingsstatus anerkannt werden, nicht nur in Griechenland aber auch in der ganzen EU.

Sie kämpfen für Menschenwürde, Gerechtigkeit und Leben, nicht nur für sich aber auch für die Dutzende Kinder und Säuglinge, die sie aus der Hölle des Krieges retten könnten. Auf ihre Seite steht jede und jeder, einheimische/r oder MigrantInnen, die/der die Verelendungspolitik, Krieg und Repression auf eigene Haut zur spuren bekommen hat und weiß, dass Solidarität die Voraussetzung um diese Umstände zu überwinden ist.

Zuallererst, der gute alte Hampelmann der Regierung Adonis Georgiadis, der aufgrund der anstehenden Weihnachstfestivitäten und um das ungestörte Einkaufen zu gewährleisten, die Polizei aufgefordert hat das Camp am Syntagma Platz zu räumen. Zunächst die Generaldirektion der Athener Polizei, die Probleme “öffentlicher Hygiene” am Camp entdeckte. Diese richten sich wohl ausschließlich an alle jene, die in den letzten zwei Wochen nicht am Syntagma Platz gewesen sind, um mit eigene Augen die Organisation des Hungerstreiks zu überprüfen. Zuletzt, der Generalsekretär des Innenministeriums Syrigos, der heute, Dienstag den 2.12, über “politische Anstiftung” der SyrInnen von den Menschen, die auch einen migrantischen Hungerstreik in Athen im Jahr 2011 organisiert haben sollen, gesprochen hat.

Unsere Antwort darauf ist, dass man sozial blinder als Marie Antoinette sein muss, um zu glauben, dass Menschen, die den Flammen des Bürgerkriegs in ihrem Land entkommen sind und jetzt Nahrung und Unterkunft suchen, von irgendwem politisch motiviert werden müssen, um ihre Rechte zu fordern.

Einziger Anstifter der Aktionen der syrischen Flüchtlinge ist der griechische Staat, denn mit der implementierten, mörderischen Politik, an und innerhalb der Landesgrenzen und mit der Unterstützung der EU, werden diese Menschen zu einer langwierigen Gefangenschaft verurteilt, die ihre Rechte für uneingeschränkte Bewegungsfreiheit entnimmt und sie zu Opfern von Repression und rassistische Gewalt in Griechenland macht.

Solidarität ist die Waffe der Völker gegen Rassismus und Barbarei!

Athen, 2 Dezember 2014

Solidaritätsversamlung für die Syrische Flüchtlinge

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